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Schadenmanagement der Versicherer hat sich laut BVSK nicht bewährt.

Nach Aussage des Geschäftsführers des Bundesverbandes der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V., Rechtsanwalt Elmar Fuchs, bewährt sich das sogenannte Schadenmanagement der Versicherer bei der Abwicklung von Unfallschäden in der Praxis nicht.

Nach Mitteilung des BVSK, dessen Mitglieder annähernd eine Million Gutachten jährlich erstellen, häufen sich die Fälle, in denen Geschädigte, die sich ursprünglich auf das Angebot des regulierungspflichtigen Haftpflichtversicherers eingelassen haben, diesem die Schadenabwicklung alleine zu überlassen, an unabhängige Kfz-Sachverständige wenden und um Überprüfung des festgestellten Schadens bitten. In vielen Fällen sei der tatsächliche Schaden höher als ursprünglich festgestellt. Gerade im Bereich der Wertminderung oder auch des Wiederbeschaffungswertes wird eine zum Teil deutliche Zurückhaltung festgestellt.

Unabhängig hiervon gehen auch Versicherer verstärkt dazu über, einer umfassenden Kontrolle bei der Schadenabwicklung wieder Vorrang einzuräumen. Uferlose Reparaturfreigaben führen nicht zuletzt dazu, dass keinerlei Kontrolle mehr besteht, ob tatsächlich lediglich unfallbedingte Schäden instandgesetzt und ob der kostengünstigste Reparaturweg gewählt wird.

Gerade in Anbetracht moderner Reparaturmethoden und der Möglichkeit der Reparatur mit qualifizierten Gebrauchtteilen, ist die unabhängige Schadenfeststellung und die Reparaturbegleitung durch einen qualifizierten Kfz-Sachverständigen unverzichtbar.

Für äußerst bedauerlich hält es der BVSK, dass geschädigte Autofahrer nach wie vor vielfach auf die Wahrnehmung Ihrer Rechte nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall verzichten. Man überlässt die Abwicklung des Unfallschadens der gegnerischen Versicherung oder dem Kfz-Reparaturbetrieb und läuft damit Gefahr, ohne Inanspruchnahme eigener Fachleute Nachteile zu erleiden. Jeder Geschädigte hat nach einem unverschuldeten Unfall grundsätzlich das Recht, einen Kfz-Sachverständigen seines Vertrauens mit der Schadenfeststellung zu beauftragen. Die Kosten hierfür hat der Unfallverursacher zu tragen. Dies gilt auch dann, wenn der regulierungspflichtige Versicherer ausdrücklich erklärt auf einen Sachverständigen zu verzichten, da es sich eben nicht um ein Recht des Versicherers, sondern um ein Recht des Geschädigten handelt.

Rechtsanwalt Fuchs rät den unfallgeschädigten Autofahrern, die Unfallschadenabwicklung nicht aus der Hand zu geben und die eigenen Rechte in vollem Umfange wahrzunehmen.

Quelle : BVSK - Januar 2001

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